Psychischen Fehlbelastungen am Arbeitsplatz rechtzeitig entgegenwirken

Das Arbeitsschutzgesetz beschreibt die Rahmenbedingungen für Maßnahmen, die zu der Vermeidung von Fehlbelastungen zu beachten bzw. zu treffen sind. Nach der Neufassung des Arbeitsschutzgesetzes vom 19. Oktober 2013 (Artikel 8 des BUK-Neuorganisationsgesetz (BUK-NOG) G.) sind nun die Rahmenbedingungen für Maßnahmen, die zu der Vermeidung von Fehlbelastungen zu beachten bzw. zu treffen sind, im Hinblick auf die psychischen (Fehl-)Belastung konkretisiert worden.

Stress, Mobbing und BurnOut sind Beispiele für die Folgen psychischer Belastungen in der Arbeitswelt. Das Thema ist aktueller denn je und die Zahl der Betroffenen nimmt stetig zu. Die Ursachen sind vielfältig: Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit, Informationsüberflutung, mangelnde Kommunikation, schlechte Arbeitsorganisation, Personalmangel ungünstige Arbeitszeiten, ein schlechtes Betriebsklima oder Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes wirken sich nicht nur auf das körperliche, sondern auch seelische Wohlbefinden aus. Das hat Folgen für die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen - und für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Wir helfen Ihnen psychischen Fehlbelastungen am Arbeitsplatz rechtzeitig zu ermitteln und erarbeiten mit Ihnen und den Mitarbeitenden praxisnahe Lösungen.

Geld ist gar nicht so wichtig

In seiner im März publizierten Studie «Wellbeing and Policy» untersucht der britische Ökonom Richard Layard, wie stark das Glücksempfinden vom Gehalt abhängt. Dazu greift er auf jährliche Befragungen von Angestellten in Grossbritannien zwischen 35 und 50 Jahren nach ihrer Zufriedenheit zurück und setzt sie in Relation zu ihrem Einkommen. Er streicht Berufe aus der Übersicht, in denen weniger als 200 Probanden zusammenkommen. Das überraschende Ergebnis: Die Korrelation ist viel geringer als angenommen. Geistliche, die 2013 kaum mehr als 20 000 £ verdienten, sind zufriedener als Chefs und hohe Kader, die es durchschnittlich auf fast 120 000 £ brachten. Besonders zufrieden sind auch Bauern und Sekretärinnen. Beide verdienen etwa gleich viel wie Bauarbeiter, die aber besonders unglücklich sind.

Gesund zu leben, zahlt sich aus

Eine gesunde Lebensweise senkt das Risiko für chronische Krankheiten noch deutlicher als bislang vermutet: Wer noch nie geraucht hat, viel Obst, Gemüse, Vollkorn und dafür wenig Fleisch isst, kein massives Übergewicht hat und sich pro Woche mehr als dreieinhalb Stunden bewegt, reduziert im Vergleich zu Menschen mit gegenteiligem Verhalten sein Erkrankungsrisiko um 78 Prozent (Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung mit mehr als 25'000 Teilnehmern, 2009).

Im Einzelnen sinken bei einer derart bewussten Lebensweise das Diabetes-Risiko um 93 Prozent und die Gefahr eines Herzinfarkts um 81 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, vermindert sich immer noch um die Hälfte und das Krebsrisiko um 36 Prozent. Wer einen BMI unter 30 aufweist, vermindert allein dadurch sein Risiko für chronische Krankheiten um mehr als die Hälfte. Wer darüber hinaus auch in seinem Leben noch nie geraucht hat, senkt die Gefahr, chronisch zu erkranken, sogar um 70 Prozent. Aber auch Raucher und Ex-Raucher können ihr Risiko durch eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und ein normales Körpergewicht um bis zu 70 Prozent senken.